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Tierheim kommt nach Jettenbach

KUSEL: Landrat verkündet beim Neujahrsempfang neuen Standort - Weitere Pläne: Mehr Ruftaxis, Autobahnen ausbauen

Das Beste kommt meist zum Schluss: Dass der Landkreis „einen endgültigen Standort" für das geplante Tierheim hat, verkündete Landrat Winfried Hirschberger beim Neujahrsempfang des Landkreises in der Fritz-Wunderlich-Halle gestern Abend erst am Ende seiner Rede. In Jettenbach, „in Zusammenarbeit mit einem landwirtschaftlichen Betrieb" soll das Heim entstehen.

Vergangene Woche hatte der Landrat im Gespräch mit der RHEINPFALZ eingeräumt, dass sich gegen den bis dato vorgesehenen Standort Schneeweiderhof Widerstand rege, sich außerdem die Zusammenarbeit von CJD und Tierschutzverein nicht ganz einfach gestalte (wir berichteten).

Der Fokus von Hirschbergers Neujahrsrede lag auf der wirtschaftlichen Situation Deutschlands, die - entgegen aller „Kassandrarufe" - Chancen für die Westpfalz und den Kreis Kusel biete. „Unsere weitere wirtschaftliche Entwicklung wird entscheidend davon abhängen, weiter kreativ zu sein. Die Politik muss ihrerseits deutlich machen, dass trotz aller Probleme für Weltuntergangsstimmung kein Anlass ist", erklärte der Landrat. Er erhoffe sich in der Krise vielmehr „Wachstumsimpulse für die Sicherung der Arbeitsplätze" in der Region.

Hirschberger verwies in diesem Zusammenhang auf den Aufbau Ost, an dem auch Landkreise und Kommunen im Pfälzer Bergland beteiligt waren. Und das, obwohl zu Beginn „die infrastrukturelle Entwicklung in der Westpfalz insgesamt noch deutlich unter dem Schnitt der Bundesrepublik zurücklag und notwendige Investitionen in der Westpfalz nicht im erforderlichen Umfang von Bund und Land geleistet werden konnten". Das Geld sei im Osten gebraucht worden - „wozu wir ausdrücklich standen und immer noch stehen".

Nun, im Zuge von Maßnahmen zur Konjunkturförderung, könnten jedoch die Weichen gestellt werden, um „schon länger überlegte Projekte auch und gerade in strukturschwachen Regionen wie in der Westpfalz" anzugehen.

In erster Linie betreffe das den Verkehr, so Hirschberger: Die Dörfer im Kreis bräuchten „eine gute Verbindung aller Wohngemeinden, die grundsätzlich mit Bussen, darüber hinaus aber in einem zweistündigen Rhythmus mit Ruftaxen bedient werden". Er stellte in Aussicht, dass Ruftaxis noch in diesem Jahr kreisweit - nicht wie bislang nur im Raum Wolfstein - zum Einsatz kommen.

Ein weiteres Vorhaben sei in den nächsten Jahren eine gut ausgebaute, stündliche Busverbindung von Kusel nach Baumholder, von wo eine direkte Zugverbindung nach Mainz geplant sei. „Außerdem bedarf die Zugstrecke von Kaiserslautern über das Alsenztal dringend einer grundlegenden Erneuerung, um die Westpfalz an die Landeshauptstadt und den Rhein-Main-Raum angemessen anzubinden", erklärte Hirschberger.

Weitere - wenn auch noch nicht wörtlich zu verstehende - Baustellen seien der sechsspurige Ausbau der A 6 zwischen Saarbrücken und Mannheim und der Lückenschluss auf der A 62 zwischen Landstuhl und Pirmasens. Auch den vierspurige Ausbau der B 10 nannte Hirschberger „bedeutsam". „Als Westpfälzer ist es für uns eine große Sorge, dass diese Maßnahme in der südlichen Vorderpfalz nicht überall die Unterstützung erfährt, die sie im Interesse der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung verdient. Das können wir so nicht mehr hinnehmen", sagte Hirschberger. Bei Land und Bund wolle er daher gemeinsam mit seinem Kollegen Hans Jörg Duppré (Landkreis Südwestpfalz) für die Straßenverkehrsprojekte werben.

Ebenso verfolge man das gemeinsame Ziel, die Westpfalz zu einem Teil der Metropolregion Rhein-Neckar zu machen. Die „raumordnerische Zuordnung" der Westpfalz müsse ohnehin „angesichts allgemein zu beobachtender Entwicklungen zu größeren Einheiten" überdacht werden.

„An Ideen fehlt es uns nicht", erklärte Hirschberger mit Blick auf Initiativen, die Industrie, Handwerk, Handel, Tourismus und Verkehr im Kreis Kusel nach vorne bringen sollen, etwa „ein umfangreiches Kreisstraßenerneuerungsprogramm, Breitbandversorgung, Vitalbad Pfälzer Bergland, deutsch-französisches Seminarprojekt um Schloss Veldenz in Lauterecken, Gewerbegebiet Schönenberg-Kübelberg", so Hirschberger.

Musikalisch wurde der Neujahrsempfang von den Sängern von „Himmel und Erde" unter Leitung von Dekan Matthias Schwarz aus Otterbach gestaltet. (sbn)

SCHEIFB

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.13
Datum: Freitag, den 16. Januar 2009
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '4533942'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 16.01.2009

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