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Einigung im zweiten Anlauf

Mehrere ehemalige Ställe und zwei Silos mit insgesamt rund 300 Quadratmetern, dazu jede Menge Freifläche - das bietet jener Teil des Gangelborner Hofs, den der Landkreis für ein Tierheim pachten wird. Die lange Suche nach einem Standort soll damit ein Ende haben.

Von Christian Hamm

„Und wenn da mal die Hunde bellen... Uns stört das mit Sicherheit nicht. Schließlich sind wir ja Tiere gewöhnt." Marliese und Manfred Menzel sehen vermeintlichen Belastungen mit Gelassenheit entgegen. Das Ehepaar aus Jettenbach beherbergt künftig quasi hinterm Haus das erste Tierheim des Landkreises Kusel.

Wie gestern berichtet, hat die langwierige und schwierige Suche nach einem Asyl für herrenlose Tiere jetzt ein Ende gefunden. Den Weg zum künftigen Tierheim geebnet hat Jettenbachs Ortsbürgermeister Bernd Ginkel.

Familie Menzel stellt einen Teil ihres Anwesens auf dem Gangelborner Hof zur Verfügung, verpachtet einen Großteil ihrer jahrzehntelang landwirtschaftlich genutzten Gebäude an den Landkreis. Damit ist nach einigen vergeblichen Anläufen nun ein Platz für ein Tierheim im Kreis gefunden. Am Mittwoch erst besiegelten Landrat Winfried Hirschberger und das Jettenbacher Ehepaar beim zweiten Ortstermin die Sache per Handschlag. Jetzt muss die Angelegenheit noch vertraglich festgezurrt werden. Grundsätzlich aber herrscht Einigkeit.

Die morgendliche Lektüre der RHEINPFALZ hat bei Bernd Ginkel eine Idee gezündet. Als der Jettenbacher Orts-Chef kurz vor Weihnachten vom neuerlichen Scheitern vorläufiger Tierheim-Pläne las, kam ihm der Gedanke, dass sich der Gangelborner Hof doch für eine solche Einrichtung anbiete. Der Ende der 50er Jahre errichtete Aussiedlerhof liegt etwa anderthalb Kilometer entfernt vom Ortsrand Jettenbachs in Richtung Kollweiler - direkt an der Gemarkungsgrenze zwischen Jettenbach und Reichenbach-Steegen sowie der Grenze zu Kollweiler und mithin unmittelbar an den Landkreis Kaiserslautern angrenzend. Manfred Menzel hatte die Landwirtschaft im Juni 2005 aufgegeben, seine Flächen verpachtet. Seither waren große Teile des Komplexes ungenutzt.

„Das Anwesen dort schien mir geeignet. Und ich wollte bei der Suche nach einem Standort behilflich sein", erläuterte Ginkel gestern seine Motivation. Zudem ist auch Bernd Ginkel der Tierschutz nach eigenen Angaben eine Herzensangelegenheit.

Und der Ortsbürgermeister machte sogleich Nägel mit Köpfen. Suchte die Menzels auf - und rannte dort offene Türen ein. Beinahe aber wäre die Sache noch gescheitert: Landrat Hirschberger - mit der frohen Kunde konfrontiert - war nach Jettenbach geeilt und hatte sich nach dem ersten Gespräch prompt eine Absage eingehandelt. Die aber beruhte laut Schilderung von Ginkel und Marliese Menzel auf einem Missverständnis. In der irrigen Meinung, sämtliche Gebäude würden gebraucht, lehnten Manfred und Marliese Menzel das Ansinnen ab.

Doch war es ein Leichtes, die Dinge auf neuerliche Vermittlung Ginkels ins rechte Licht zu rücken. Die Parteien wurden sich am Mittwoch schnell einig. Menzels können einen Teil des Gebäudekomplexes weiterhin für ihre verbliebenen Gerätschaften nutzen. Der Bereich im hinteren Teil des Anwesens reicht für die Belange des Tierheims aus.

Ehemalige Ställe und zwei Silos bieten hinter dem Wohngebäude schätzungsweise über 300 Quadratmeter Platz, zudem ist genügend Freifläche vorhanden. Die bestehenden Gebäude sollen nun umgebaut und renoviert, an die Erfordernisse angepasst werden. Dies geschehe unter Regie des Kreises, sagte Marliese Menzel gestern, man werde selber nicht tätig. Auch die finanziellen Fragen des Pachtverhältnisses seien noch nicht erörtert. Die Eigentümerin zeigte sich aber zuversichtlich, dass man sich einigen werde.

BLINNS

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.14
Datum: Samstag, den 17. Januar 2009
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '4538373'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 27.01.2009

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