Auswahl
Startseite
Wissenswertes
Termine
Aktuelles
Geschichte
Gewerbe
Vereine
Kultur/Tourismus
Dorferneuerung
Bilder

Kontakt
Gästebuch
Links

Haftungsausschl.
Disclaimer
Impressum
Aktuelles

Wenn jede Minute zählt!

Verbandsgemeinde Wolfstein übernimmt Ersthelfersystem -
weitere First Responder gesucht

Sonntagnachmittag, kurz nach halb vier ...! Für einen der vielen ehrenamtlichen Sanitäts-Ersthelfer im Landkreis Kusel - auch First Responder genannt - erfährt der Sonntagnachmittagkaffee eine abrupte Unterbrechung. Die Gemütlichkeit wird vom Piepsen seines Funkmeldempfängers zerschnitten. Gleich darauf informiert eine krächzende Stimme aus dem Kästchen, dass im Nachbarort ein älterer Mann vermutlich einen Herzinfarkt erlitten habe. Die Ehefrau des Mannes hatte über die Notrufnummer 112 den Rettungsdienst alarmiert. Wenige Minuten später ist der First Responder beim Patienten und versorgt diesen fachgerecht bis zum Eintreffen des Notarztes. So oder so ähnlich laufen „First Responder-Einsätze“ ab.

Roger Schlemmer aus Hinzweiler, Jan Kiefer aus Kreimbach-Kaulbach sowie Roman Stephan und Jörg Metz aus Hefersweiler bilden zusammen das Team der ehrenamtlichen Sanitätsersthelfer in der Verbandsgemeinde Wolfstein. Diese First Responder sind auch hauptberuflich im Rettungsdienst tätig. In ihrer Freizeit bringen sie ihr berufliches Wissen und Können auch in ihrem Wohnort und den Nachbargemeinden ein und unterstützen den Rettungsdienst damit maßgeblich.

In Rheinland-Pfalz beträgt die für den Rettungsdienst festgelegte mittlere Hilfsfrist 15 Minuten. Das deutsche Rettungsdienstwesen rangiert damit weltweit in vorderer Position.

Geht man aber davon aus, dass mit jeder Minute, in der beispielsweise ein Herz-Kreislaufstillstand nicht mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird, die Chancen für eine erfolgreiche Genesung um 10 % sinken und nach wenigen Minuten fehlender Sauerstoffversorgung schwere irreversible Schäden am Hirn auftreten, wird deutlich, dass gerade auf dem Land bei längeren Anfahrtswegen der Rettungswagen diese First Responder eine sinnvolle Ergänzung zum Rettungsdienst darstellen.

Die Verbandsgemeinde Wolfstein hat die First Responder, die sich bis dahin haftungs- und versicherungsrechtlich in einer Grauzone bewegten, als Einrichtung der kommunalen allgemeinen Hilfe anerkannt und ihnen damit organisatorisch und rechtlich eine Heimat gegeben. Das Ersthelfersystem wird nun in Zusammenarbeit mit dem Rotkreuz-Kreisverband Kusel weiterbetrieben.

Da die derzeitigen First Responder nur einen Teil der Verbandsgemeinde abdecken können und auch keine 24 Stunden-Dauerbereitschaft besteht, sucht die Verbandsgemeinde weitere Freiwillige, die bereit wären, als First Responder mitzuarbeiten. Insbesondere die Ortsgemeinden Jettenbach, Rothselberg, Essweiler, Oberweiler-Tiefenbach, Einöllen und die Stadt Wolfstein sind derzeit nicht versorgt.

Die für die Arbeit als First Reponder notwendige Qualifikation kann - sofern nicht bereits vorhanden - kostenlos über die Verbandsgemeinde und das Deutsche Rote Kreuz erworben werden.

Interessiert? Weitere Infos gibt’s bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wolfstein bei Hans Feld, Telefon 06304/913-110 oder via E-Mail h.feld@vg-wolfstein.de.

Zum Foto:
Ob bei Verkehrsunfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall. In ihrer Freizeit unterstützen First Responder wie Jörg Metz aus Hefersweiler (re.) die Arbeit des Rettungsdienstes.


eingestellt : 22.02.2009

Zurück

Wetter

Sonstiges
Suche
Login

(c) by Your Homepage Online