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Eine Familie zum Verlieben

jettenbach: Theaterfreunde bescheren Vergnügen mit Verwirrspiel

Von Hans-Joachim Seiler

In mancherlei Hinsicht war die Aufführung von „Familie Hannemann" durch die Theaterfreunde Jettenbach geeignet, das heimische Publikum zu begeistern, das die Musikantenlandhalle gut gefüllt hatte.

Regisseurin Ines Klingshirn, ebenso wenig Theater-Profi wie alle anderen ehrenamtlichen Mitwirkenden, ließ schon vorab Doris Zimmermann mit Volker Theis eine Dialekt-Kabarettnummer mitten unter den überraschten Zuschauern geben. Das Stück selbst stammt aus der Frühzeit des vergangenen Jahrhunderts und wurde hier auch ohne Bezüge zur Gegenwart dargeboten - allerdings unter Verwendung des heimischen Dialektes, so weit es die jeweilige Rolle zuließ.

Auf der Grundidee eines unverheirateten und deshalb lebensuntüchtigen Rechtsanwalts Hans Hannemann (Dieter Schlemmer), dem großzügig von einer Tante Jutta aus Kalkutta (!) finanzielle Hilfen gewährt worden waren, bauten die Autoren Max Reimann und Otto Schwartz eine Handlung voller Verwicklungen und Verwechselungen. Als diese Tante in der Gestalt von Monika Krieger unerwartet beim angeblich glücklichen Familienvater Hannemann zu Besuch kommt, ergeben sich reichlich Szenen mit Klamauk und spritzigen Dialogen zwischen allen Beteiligten.

Dankbare Rollen hatten auch Harald Schank in der Figur des notorischen Gauners Dietrich Bollerkopp, Peter Hahnenberger als Hannemanns Diener Ferdinand und Mike Schepanski als Hannemanns Schauspielerfreund Emil Brückner. Die tragenden Rollen der vermeintlichen Eheleute Hannemann waren mit Schlemmer als Hans und Schepanski in seiner gelegentlichen Frauenrolle als Eva sehr stattlich besetzt. In einer kleineren Rolle gab Doris Zimmermann der untergeordneten Figur der Lene ein deutliches Gewicht, gleichermaßen wie Volker Theis als Hausarzt und Sanitätsrat Mummelmann. Beide hatten ja schon im Vorspann ihre Begabungen zeigen können. Gabi Klumpp agierte überzeugend als Bayerin Mizzi Pollinger. Die Nebenrollen der Hildegard (Martina Steinhauer), Jule Bollerkopp (Fabienne Wendel) und Schutzmann Wendeborn (Michael Cappel) wurden von ihren Darstellern aber ebenso engagiert dem dankbaren Publikum präsentiert, das mit häufigem Szenenapplaus die Leistungen der Darsteller belohnte; denn das Zahlen einer Gage war mit ihnen nicht vereinbart worden.

Die Souffleuse war offen in einem großen Ohrensessel sitzend vor der Bühne tätig, dem Publikum aber nicht sichtbar. Als Ersatz für das fehlende Programmheft veranlasste die Regie sehr geschickt und wirksam als weiteren besonderen Einfall schließlich die gegenseitige Vorstellung der Akteure auf offener Bühne mit der Gelegenheit für das Publikum, seinen Mitbürgern zu applaudieren. Die Theaterfreunde Jettenbach haben mit dem Schlusswort „Salto mortale" einen sehenswerten Theaterabend passend beschrieben.

PFEIFFW

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.254
Datum: Montag, den 02. November 2009
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '5657944'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


Bilder: Familie Hannemann - Theaterprobe
eingestellt : 03.11.2009

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