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Und jetzt auf den Bauernhof

porträt: Mareike Weißmann hat ihr Abitur mit 1,0 gemacht - Interesse an Menschen und am Ausland

kusel/ jettenbach. Da steht sie also: die Kandidatin mit der 1,0 im Abiturzeugnis. Weder arrogant, noch schrullig mit rausgestreckter Zunge wie Albert Einstein, einfach nur freundlich lächelnd in der Sonne vor der Fritz-Wunderlich-Halle. Hier bekam Mareike Weißmann aus Jettenbach ein Zeugnis, mit dem sich einem Menschen ungeahnte Möglichkeiten eröffnen; einem Mädchen, „wie andere auch", das nicht mehr lernte als diese und doch schaffte, wovon andere nur träumen können.

Die 19-jährige Abiturientin müsste eigentlich vor Stolz platzen. Denkste! Mareike Weißmann wirkt eher in sich gekehrt und zufrieden, aber weder arrogant noch aufgedreht. Fast so wie das liebe Mädchen von nebenan. Auf die Frage, wie die begabte junge Frau so ein gutes Abi geschafft hat, antwortet sie: „In den Herbstferien habe ich Zusammenfassungen geschrieben und ab den Weihnachtsferien gelernt. Vielleicht so drei Stunden am Tag, nicht mehr wie alle anderen auch." Kein großer Auftritt, keine Allüren, sondern ganz schön bescheiden zeigt sich die Jettenbacherin. „Ich hatte mit Englisch und Französisch auch zwei Fächer im Leistungskurs, bei denen es nicht so auf Auswendiglernen ankommt. Vielleicht war das mit ein Grund", überlegt Weißmann. Nur in Geschichte und im mündlichen Prüfungsfach Biologie habe man ein bisschen mehr lernen müssen.

Doch sie wurde ja nicht nur aufgrund ihrer „ruhigen, besonnenen Wesensart" von den Lehrern des Gymnasiums Kusels für diverse Auszeichnungen zur Krönung ihres Schullebens vorgeschlagen. Es waren auch die außerordentlich guten Noten in ihrer Schullaufbahn und ihr großes Engagement, zum Beispiel durch Schüleraustauschprogramme und Fahrten nach Frankreich, für das Mareike Weißmann sowohl einen Preis für das Fach Englisch als auch für Französisch bekam. Außerdem wurde die 19-Jährige aus Jettenbach von ihrer Schule zum Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes nominiert. Eine riesige Ehre. Die intelligente junge Frau sieht es gelassen und freut sich nun erst mal.

„Ich fliege jetzt erst einmal nach Irland, in die Nähe von Dublin, und arbeite drei Monate lang auf einem Bauernhof", erzählt Weißmann. Sie wollte unbedingt noch Zeit im Ausland verbringen. „Da ich in Frankreich schon über die Schule öfters war, wollte ich in den englischsprachigen Raum." Wegen der Tierliebe, die sie an den Familienhaustieren erproben konnte, und dank dem Tipp der Cousine wurde es der Bauernhof in Irland. „Danach mache ich verschiedene Praktika, zum Beispiel in einer Blindenschule, in Trier in einer Gehörlosenschule und in einer Kindertagesstätte in Kaiserslautern." Denn ihr Ziel ist es, „entweder Sonderpädagogik oder Psychologie zu studieren. Auf jeden Fall möchte ich mit Kindern arbeiten."

Ganz und gar durchorganisiert hat die junge Frau ihr Leben bis zum Studium. Auch wenn sie noch nicht genau weiß, was es wird - mit ihrem Abschluss stehen ihr sämtliche Türen offen, um vielleicht sogar in ihrer Traumunistadt Heidelberg zu studieren.

Neben der Begeisterung für Menschen spielt die 19-Jährige Tischtennis, fährt gerne Fahrrad, liebt Gesellschaftsspiele und schmökert in Krimis von Donna Leon oder Henning Mankell. Und anstatt noch eine extra große Party zu feiern, verbrachte die besonnene Einserabiturientin ihren großen Abend in der Probe des Jugendorchesters Eßweiler. Denn Querflöte spielen kann sie auch. (ncj)

OWKUS

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.79
Datum: Dienstag, den 06. April 2010
Seite: Nr.26
"Deep-Link"-Referenznummer: '6194907'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 01.05.2010

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