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Fünf Spaten für ein Tierheim

jettenbach: Gestern zum Welttierschutztag offizieller Baubeginn für das seit Jahren herbeigesehnte Projekt

Treffender hätte im Kreis Kusel der gestrige Welttierschutztag nicht begangen werden können: Die politisch Verantwortlichen, das Christliche Jugenddorf CJD und der Tierschutzverein feierten gestern den ersten Spatenstich für das Tierheim. Es entsteht auf dem Gangelborner Hof zwischen Jettenbach und Kollweiler (wir berichteten mehrfach).

Der größten Aufmerksamkeit durfte sich Umweltministerin Margit Conrad sicher sein. Denn von allen Seiten prasselte Dank auf sie hernieder - dafür, dass sie und ihr Ministerium 310.000 Euro zum Tierheim-Bau zuschießen. Ohne dieses Geld aus Mainz, sagte Landrat Winfried Hirschberger, wäre das rund 400.000 Euro teure Projekt, zu dem auch der Tierschutzverein 40.000 Euro beisteuert. nie möglich gewesen. Und er sei froh, betonte Hirschberger, dass anfängliche Bedenken bei Land und Aufsichtsdirektion hätten ausgeräumt werden können. Denn weder der Tierschutzverein noch die Kommunen hätten das in dieser Form einmalige Tierheim alleine finanzieren können, für das man nach sechs oder sieben Standortabsagen nunmehr in Jettenbach angelangt sei.

Die besondere Form der Zusammenarbeit würdigte auch Conrad. Kusel leiste wieder einmal Pionierarbeit im Land, wenn das CJD das Tierheim betreibe und für eine tiergestützte Pädagogik nutze. Folglich werde mit dem Tierheim nicht nur etwas Gutes für die Tiere getan, sondern es sei auch „eine Wiedereingliederungsmaßnahme für Jugendliche". Das sei „eine innovative Lösung", ein „nachhaltiges Konzept". Conrad betonte aber auch die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für den Tierschutz.

Auch Hirschberger hatte die Arbeit des Tierschutzvereins gewürdigt; und dessen künftigen Beitrag für das Tierheim. Er bedauerte dabei aber ausdrücklich, dass es zu Beginn negative Stimmen zu der Zusammenarbeit mit dem CJD gegeben habe; speziell Kritik am Einsatz von benachteiligten Jugendlichen im Tierheim. „Gerade diese jungen Menschen sind selbst sehr verletzt worden - sie brauchen eine helfende Hand. Da ist der Umgang mit Tieren genau das richtige. Die Tiere haben nichts von ihnen zu befürchten; ganz im Gegenteil."

Ähnlich äußerte sich Peter Danner, der Vorsitzende des Tierschutzvereins: „Warum sollte es nicht mit dem CJD klappen? Jedes Tier hat seine Chance; warum dann nicht auch die Jugendlichen?", formulierte er.

CJD-Chef Karl Walla zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: „Wir haben ja Erfahrung mit solchen eher ungewöhnlichen Projekten", sagte er und verwies in Sachen Jugendbetreuung auf den Weinanbau in Wolfstein, der anfangs auch eher Skepsis ausgelöst hatte.

Bis Wintereinbruch sollen die Außenarbeiten an der ehemaligen Scheune fertig sein, damit während der kalten Jahreszeit innen gebaut werden kann. Zwar nannte gestern niemand einen Fertigstellungstermin, aber der Frühsommer gilt als realistisch. (wop)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.231
Datum: Dienstag, den 05. Oktober 2010
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '6885946'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 06.10.2010

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