Auswahl
Startseite
Wissenswertes
Termine
Aktuelles
Geschichte
Gewerbe
Vereine
Kultur/Tourismus
Dorferneuerung
Bilder

Kontakt
Gästebuch
Links

Haftungsausschl.
Disclaimer
Impressum
Aktuelles

Die längste Bank der Pfalz


Jettenbach: Rentnertrupp baut aus einem einzigen Stamm ein über 24 Meter langes Sitzmöbel

Am 19. Februar tragen die Fußballer des TuS Jettenbach ihr erstes Heimspiel des neuen Jahres aus. Dann ist die Zeit des sporadischen Probesitzens vorbeikommender Spaziergänger zu Ende - dann können die ersten Zuschauer auf der wohl größten Bank der gesamten Pfalz Platz nehmen. Diese Holzbank - herausgearbeitet aus einem einzigen Baumstamm - misst stolze 24,405 Meter.

Bernd Ginkel war ein bisschen euphorisch. „Die größte Bank in Rheinland-Pfalz - vielleicht sogar die größte Bank Deutschlands", hatte Jettenbachs Ortsbürgermeister mit Blick auf das imposante Sitzmöbel gemeint. Was den Landesrekord betrifft - den könnten die Jettenbacher geknackt haben. Die „größte Bank der Welt" hingegen beansprucht die Schwarzwald-Gemeinde Bernau für sich. Dort können Wanderer Rast auf einer 34 langen Sitzreihe Platz nehmen.

Das aber schmälert den Erfolg der Jettenbacher kaum, zumal in Bernau nach dortigen Angaben „20 Männer von Fach" am Werke waren. Im pfälzischen Musikantendorf hingegen hat ein engagiertes Quintett genügt. Der Ortsbürgermeister und „meine Rentner", wie Ginkel gerne sagt, haben angepackt. Kurt Eicher, Rudi Bock und Walter Cappel haben gemeinsam mit Ginkel kräftig in die Hände gespuckt und freie Zeit investiert. In gut 50 Arbeitsstunden war das Werk nach den Angaben der als Möbelbau-Trupp agierenden Gemeinschaft erfolgreich getan.

Fünfter im Bunde ist Fredi Schübel. Der Forst-Bedienstete hat den Baum ausgesucht und geschlagen. Per Vollernter war das edle Teil aus dem Wald in der Gemarkung „Bosenbach" zum Sportplatz am anderen Ende Jettenbacher Hoheitsgebiet geschleppt worden. Schübel sägte den Mords-Stamm noch zurecht, dann begann die Filigranarbeit.

Entstanden ist die Bank übrigens aus einer Weißtanne, wie Schübel sagte. „Ich muss es doch wissen", widersprach der Forstbedienstete Ginkels Aussage, eine Douglasie habe herhalten müssen. Egal: Wesentlich wichtiger angesichts leerer kommunale Kassen ist, dass es die Bank am Jettenbacher Sportzentrum, die gut die Hälfte der Sportplatz-Stirnseite einnimmt, zum absoluten Nulltarif gab: Der Baum stammt aus dem Gemeindewald, also aus Eigenbesitz der Ortsgemeinde. Die Arbeit haben die wackeren Bankbauer ehrenamtlich verrichtet. Jetzt habe man für Wanderer eine weitere Rastmöglichkeit zu bieten - eine ganz besondere zudem, freut sich Bernd Ginkel. (cha)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.33
Datum: Mittwoch, den 09. Februar 2011
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '7322516'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 10.02.2011

Zurück

Wetter

Sonstiges
Suche
Login

(c) by Your Homepage Online