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„Mr. Mo” mischt munter bei „X Factor” mit kusel/KÖLN:

Der Sänger und Friseur Klaus Molter stellt sich bei Fernsehshow einer Jury um Sarah Connor

Von Christian Hamm

Ein Friseurmeister aus dem Musikantenland baut Popsängerin Sarah Connor ein Schloss. Zumindest verspricht er's ihr per Mikro - live vorgetragen zu Playback-Begleitung. Klaus Molter hat die hohe Hürde genommen, an der inzwischen einige tausend Kandidaten gescheitert sind: Morgen stellt sich der 54-Jährige bei der Vorausscheidung zur Vox-Fernsehshow „X Factor” der Jury. Zur Ausstrahlung hat es Molter damit bereits geschafft.

„Sonst bin ich ja manchmal der Alpenkönig - in Köln aber mach' ich den ,Mister Mo'”: Klaus Molter gibt sich entspannt, aber erwartungsfroh. Ja, des ein oder anderen Anstoßes aus dem Bekanntenkreis habe es bedurft, bis er sich mal beworben habe. Auch wenn es eher leichte Rempler gewesen sein dürften: Nach dem Motto: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und nicht ins Fernsehen kommt”, meldete sich der Inhaber eines Wolfsteiner Friseurgeschäfts bei der Produktionsfirma der Vox-Show. Am vergangenen Mittwoch düste Molter mit seinem Begleiter Wolfgang Prinz aus Wolfstein nach Köln zum Casting - und fuhr als einer der ganz wenigen Glücklichen wieder heim.

„X Factor” ist eine Unterhaltungssendung nach einem Strickmuster, das weltweit Erfolge feiert, treue Anhänger hat: Gesucht werden Sänger, Musikgruppen. Die besten unter ihnen - wobei stets auch einige auffällige, aus dem Raster fallende mit von der Partie sind - stellen sich dem Votum einer Prominenten-Jury und dem Fernsehpublikum, das über Wohl und Wehe der Kandidaten abstimmt. Dem Sieger winken Geld, Ruhm und Platten- und Werbevertrag sowie am Ende ein Auftritt im „Dschungel-Camp”.

Molter hat nun geschafft, was am selben Tag knapp 1000 anderen Freizeitkünstlern versagt geblieben ist: Er hat das Ticket für die nächste Runde gelöst. Waren die ersten Casting-Runden noch ein schwer durchschaubares Gewusel zwischen kleinen Kabäuschen, in denen die Sänger mit verschiedenen Juroren alleine waren, so wird Molter am morgigen Mittwoch auf einer großen Bühne stehen. Um die 600 Zuschauer finden davor Platz, die die Fernsehaufzeichnung erst lebendig werden lassen. Und: Molter stellt sich dem Urteil der Juroren, die letztlich über Teilnehmer und Sieger der „X Faktor”-Endrunde entscheiden. Mit dabei: Sängerin Sarah Connor, Star-Trompeter Till Brönner und Rapper „Das Bo”.

So recht glauben wollte Klaus Molter nicht daran: „Ich war ja, abgesehen von vier, fünf anderen, der Älteste”, blickte Molter - 54 Lenze zählend - auf das Abenteuer der ersten Castings zurück. „Da waren so viele junge Jungs und Mädchen, super gutaussehend. Und toll singen konnten die”, schwärmt der Friseurmeister.

Nun, jung und schön und gute Stimme: Das alleine reicht nicht aus, um bei „X Faktor” zu bestehen. Denn die Jungen und Schönen, die gingen zuversichtlich rein - und kamen mit verheulten Augen raus. „Ich habe gefragt: Was ist los? Die Jury hat ihnen klar vor Augen geführt: Es fehlt hier, es fehlt da. Das und jenes musst Du verbessern.” Vernichtende Urteile und Hiebe unter die Gürtellinie - wie bei der bekannteren Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar” - gebe es bei „X Factor” allerdings nicht, weiß Molter aus eigener Erfahrung.

Bei dem aus Jettenbach stammenden, in Dennweiler-Frohnbach heimischen Molter sah die Sache anders aus. Er setzte auf sein vielerprobtes Unterhaltungstalent, ging die Sache nicht demütig, sondern voller Selbstbewusstsein an. Was er vortragen wolle? Molter bot an: Peter Maffay vielleicht? Oder einen Titel von Jürgen Drews? Beide hat er x-mal imitiert. „Mein Friseurlied habe ich auch gesungen. Das aber war weniger gefragt”, sagt Molter lachend. Stattdessen traf der mit „Ich bau Dir ein Schloss” von Jürgen Drews den Jury-Geschmack.

Jenen Song hat er auch morgen im Gepäck, wenn er mit etwa 15 Mitbewerbern im „Coloneum” auftritt. Die Vorentscheidung für die Endrunde wird aufgezeichnet und im Herbst, wenn die neue Staffel anläuft, ausgestrahlt. Gewonnen hat Molter übrigens schon jetzt für seine persönlichen Fans, die ihm morgen die Daumen drücken: Ein Bus voller Schüler der Berufsbildenden Schule wird in Köln vor der Bühne jubeln. An der BBS Kusel unterrichtet der Friseurmeister den Nachwuchs in seinem Metier.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.114
Datum: Dienstag, den 17. Mai 2011
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '7686684'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 17.05.2011

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