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Noch immer herrscht höchste Waldbrandgefahr

kusel/jettenbach: Regen konnte nicht in die trockene Erde eindringen - Vatertagswanderer sollen aufpassen

Morgen ist es wieder so weit: Die Vatertagswanderer sind mit Bollerwagen und viel Alkohol im Gepäck in den Wäldern und Wiesen im Kreis Kusel unterwegs. Dabei ist das im Moment gar nicht so ungefährlich. Denn eine weggeworfene Zigarettenkippe kann das Laub oder Gras in Brand setzen; trotz des gestrigen Regens.

So geschehen am späten Samstagnachmittag im Wald der Gemarkung Jettenbach. Ein Bewohner Bosenbachs sah Rauch aufsteigen und alarmierte die Feuerwehr. Aus Altenglan und Bosenbach rückten die Helfer in letzter Minute an, um den Brand von 40-jährigen Douglasienbäumen zu löschen. Es hätte nicht mehr lange gebraucht, bis das Feuer zu den trockenen Baumkronen vorgedrungen wäre. Das hätte eine Katastrophe auslösen können. 500 Quadratmeter des Jettenbacher Waldes konnten aber auch so nicht mehr gerettet werden. Zusätzlich werden die Bäume, deren Stämme verkohlt sind, innerhalb kürzester Zeit absterben.

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sei das Feuer durch Fremdverschulden entstanden, sagt der Förster der Verbandsgemeinde Altenglan, Frank Hesch. Ein paar Meter entfernt habe es noch eine zweite kleine Brandfläche gegeben, was ungewöhnlich sei. Deswegen werde davon ausgegangen, dass leichtsinnig eine Zigarette weggeworfen worden sei oder jemand mit Streichholz gespielt habe.

Dabei herrscht nach dem neuen Waldgesetz ganzjährig Rauchverbot. Hesch erinnert sich: „Im Jahr 2003 war es genauso heiß und trocken, aber ein Brand entstand zum Glück nicht. Dieses Jahr besteht seit Mitte Mai sogar Waldbrandstufe drei, die höchste, die es gibt. Zusätzlich trocknet der Wind noch mehr die Pflanzen aus, und im Falle eines Brandes macht er es schwer, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.” Entwarnung gibt er nach dem gestrigen Regen nicht: Es müsse jetzt schon eine Woche lang jede Nacht regnen, damit keine Brandgefahr mehr bestehe. Denn bei einem einzigen Schauer könne das Wasser nicht in die trockene Erde eindringen. Besonders gefährdet sind im Moment der Nadelwald und die Südhänge, da dort die meiste Sonne hinscheint.

Wer am morgigen Vatertag grillen möchte, muss unbedingt 100 Meter vom Wald entfernt bleiben und für den Notfall immer genügend Wasser dabei haben. Außerdem darf das Feuer nicht alleine gelassen werden oder muss vor dem Weggang komplett gelöscht oder abgebrannt sein.

Neben der Waldbrandgefahr beklagt sich der Förster auch über eine weitere Folge der langen Trockenheit: „Die jungen Bäume, die erst vor einiger Zeit gepflanzt wurden, sind bereits vertrocknet. Denn gerade die Sprösslinge benötigen nicht nur viel Sonne, sondern auch sehr viel Wasser. Die älteren Bäume haben zwar noch Flüssigkeit vom Winter gespeichert, aber befinden sich trotzdem im Trockenstress und verlieren schon teilweise ihre Blätter und Früchte.” (aur)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.127
Datum: Mittwoch, den 01. Juni 2011
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '7741683'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 03.06.2011

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