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Mindestens zwei Dörfer suchen den Absprung

Jettenbach/Rothselberg: Ortsbürgermeister sprechen in Weilerbach vor und bitten wegen Verbandsgemeindefusion um Aufnahme

Heute um 16 Uhr weiht der Kreis sein Tierheim bei Jettenbach ein. Doch womöglich steht es bald nicht mehr im Kreis Kusel, sondern im Kreis Kaiserslautern. Denn Jettenbachs Ortsbürgermeister Bernd Ginkel und Rothselbergs Dorfchef Rainer Mohr haben bei der Verbandsgemeinde Weilerbach darum gebeten, von ihr aufgenommen zu werden, statt Teil der künftigen Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein zu werden. Und in Nußbach und Hefersweiler gibt es nach RHEINPFALZ-Informationen Tendenzen gen Donnersbergkreis.

Weilerbachs Verbandsbürgermeisterin Anja Pfeiffer hat am Freitagabend RHEINPFALZ-Informationen bestätigt, wonach Jettenbachs Ginkel und Rothselbergs Mohr am Vormittag bei ihr waren, um über eine Aufnahme ihrer beiden Ortsgemeinden in die Verbandsgemeinde Weilerbach (Kreis Kaiserslautern) zu reden. Sie wollten die fast schon besiegelte Fusion ihrer bisherigen Verbandsgemeinde Wolfstein mit dem Nachbarn Lauterecken (wir berichteten am Samstag) nicht mitmachen - zumal vor allem Jettenbach traditionell gute Verbindungen Richtung Weilerbach pflegt.

„Ich habe mir alles angehört und die beiden Ortsbürgermeister gebeten, mir einen offiziellen Brief zu schreiben”, sagte Pfeiffer auf Anfrage. Diesen Brief will sie ihrem Verbandsgemeinderat vorlegen. Vor allem aber will sie sich mit diesem Brief an das Innenministerium wenden, „damit die mir sagen, was ich denn nun tun soll”.

Denn der Wunsch aus Jettenbach und Rothselberg widerspricht dem Grundsatz des Ministeriums, wonach Verbandsgemeinden nur als Ganzes fusionieren und wonach die Kreisgrenzen dabei unangetastet bleiben sollen. Ein Wechsel von Jettenbach und Rothselberg nach Weilerbach würde gegen beide Grundprinzipien der Gebietsreform verstoßen. Allerdings: Die Landesregierung hat auch konstatiert, dass sie sich nicht in den Weg stellen würde, wenn alle Beteiligten sich einig seien.

Davon ist nicht unbedingt auszugehen. Eine Zustimmung in der Verbandsgemeinde Wolfstein scheint fraglich, die des Kreises sogar unwahrscheinlich. Denn der von Auflösung bedrohte Kreis will zwecks eigenem Überleben wachsen, nicht schrumpfen. Pfeiffer hat sich jedenfalls zurückhaltend zu der Frage geäußert, ob sie denn die beiden Ortsgemeinden überhaupt haben will. Darüber werde ihr Rat befinden, wenn sich das Ministerium festgelegt habe. Eine Tendenz wollte sie auch nicht abgeben: „Ich bin doch nicht hier, um eine Revolution anzuzetteln”, sagte sie schmunzelnd.

Ginkel betonte gestern auf Anfrage, sein Ortsgemeinderat habe bereits in nichtöffentlicher Sitzung den Wechselwunsch einstimmig beschlossen. „Lauterecken liegt 20 Kilometer von uns entfernt. Mit denen haben wir nichts zu tun. Nach Weilerbach hingegen sind es nur acht.” Hinzu kämen enge Verbindungen in die Verbandsgemeinde Weilerbach hinein - vor allem nach Reichenbach-Steegen, wo Ärzte und Apotheken regelmäßig von Jettenbachern aufgesucht würden.

Hinzu komme, dass die Gebühren in Lauterecken deutlich höher seien als in Weilerbach. Gleiches gelt übrigens auch für Altenglan, ebenfalls eine potenzielle neue Heimat. Folglich komme der Wechsel den Bürgern zugute, die Ginkel am kommenden Mittwoch ab 19.30 Uhr in einer Einwohnerversammlung in der Musikantenlandhalle über die Pläne informieren will.

Die bevorstehende Fusion Lauterecken-Wolfstein könnte neben Jettenbach und Rothselberg - Ortsbürgermeister Mohr war nicht zu erreichen - noch weitere Ortsgemeinden mit dem Wunsch ausstatten, sich eine neue Heimat außerhalb des Kreises zu suchen. Vor allem Nußbach und Hefersweiler werden als Kandidaten genannt - in Richtung Rockenhausen. Nußbachs Ortsbürgermeister Werner Prien bestätigte, dass es in der Einwohnerschaft Diskussionen darüber gebe. Er selbst wolle sich dazu aber nicht äußern, ohne vorher mit seinem Ortsgemeinderat (Sitzung in zwei Wochen) gesprochen zu haben. Sein Hefersweilerer Kollege Bernd Degen war gestern nicht zu erreichen. (wop)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.55
Datum: Montag, den 05. März 2012
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '8731891'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 07.03.2012

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