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Für zweierlei misshandelte Lebewesen

jettenbach: Lange ersehntes Tierheim gestern eröffnet, das Betreiber CJD auch für seine tiergestützte Therapie nutzt

Das Tierheim mit seinen 25 Hundezwingern und Raum für bis zu 40 Katzen ist seit gestern Nachmittag in Betrieb. Zwar stehen noch Restarbeiten an, doch sind die ersten drei Hunde bereits in ihren Zwingern. Landrat Winfried Hirschberger übergab den Schlüssel an CJD-Chef Karl Walla, dessen Einrichtung das Tierheim in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein betreibt.

420.000 Euro hat der Um- und Neubau auf einem Teil des Gangelborner Hofes gekostet, der seit Anfang Oktober 2010 läuft und vermutlich Ende März komplett beendet sein soll. 310.000 Euro kommen dabei vom Land, weitere 20.000 Euro (statt erhoffter 40.000 Euro) vom Tierschutzverein. Der Restbetrag hängt beim Kreis und sei „noch nicht ausfinanziert”, wie Hirschberger gestern mitteilte. Aber: Weil sehr viel in Eigenleistung - sowohl von freiwilligen Helfern als auch von Mitarbeitern der Kreisverwaltung - geleistet worden sei, „hat alles auch nur halb so viel gekostet, wie wenn wir Firmen damit beauftragt hätten”, betonte der Landrat.

Hirschberger skizzierte den langen Weg hin zum Tierheim mit Modellcharakter, in dem das Christliche Jugenddorf seine tiergestützte Therapie erweitern will. Eigentlich sei es nicht Aufgabe eines Kreises, ein Tierheim zu bauen - doch in der Region fehle die Wirtschaftskraft, um eine solche Einrichtung über einen anderen Träger zu stemmen. Also habe der Kreis übernommen - und dann sehr lange nach einem Standort suchen müssen, weil man zunächst nirgends willkommen gewesen sei. Schließlich habe Jettenbachs Ortsbürgermeister Bernd Ginkel auf den Gangelborner Hof aufmerksam gemacht und auch bei den Eigentümern Überzeugungsarbeit geleistet.

Allerdings richtete Hirschberger angesichts der jüngsten Entwicklung in Sachen Gebietsreform (wir berichteten gestern) eine indirekte Aufforderung an Ginkel: „Ich hoffe, dass ich auch künftig, wenn ich hierher fahre, nicht außerhalb des Landkreises Kusel stehe.” Ginkel konterte wenig später mit einem Lächeln, er sei ja heute nicht hier, um Fusionsgespräche zu führen. Vielmehr freue er sich, dass das Tierheim nun in Betrieb gehe und damit auch Fragen von Bürgern beantwortet werden könnten - beispielsweise die, ob man sich Hunde für Spaziergänge ausleihen oder Patenschaften übernehmen könne. Die Ortsgemeinde habe ihr Möglichstes getan, um dem Tierheim zum Erfolg zu verhelfen - etwa, indem sie einen ihrer Wanderwege auch entlang des Tierheims führt.

Das neue Tierheim und die tiergestützte Therapie ermögliche es, dass sozusagen zwei misshandelten Lebewesen zugleich geholfen werden könne - Kind und Tier, sagte CJD-Chef Walla, dessen Einrichtung das Tierheim nun betreibt. Einen Großteil der Betriebskosten übernehmen die beteiligten Kommunen; zudem wird in Kürze die Glücksspirale einen Scheck über 88.000 Euro übergeben. Das Geld ist unter anderem für die Anschaffung eines Busses und für Personalkosten des CJD vorgesehen sind. Tierheimleiter wird übrigens Paul Endres sein - ihm steht ein kleines CJD-Team zur Seite.

Mit im Boot ist auch der Tierschutzverein, für den sowohl Vorsitzender Peter Danner als auch Vorstandsmitglied Wilhelm Zeiser gestern den Augenblick feierten. Auf diesen Tag habe der Tierschutzverein über Jahre hingearbeitet. Ein Verein der Ehrenamtlichen wie der Tierschutzverein wäre mit dem Betrieb, speziell mit der Verwaltung, überfordert gewesen, sagte Zeiser und lobte, „dass es das CJD hier gibt”. Danner betonte, wie viel durch Gemeinsamkeit möglich sei. „Es gibt viel zu tun - packen wir es einfach an.”

Laut Manfred Weißmann, bei der Kreisverwaltung für den Bau des Tierheims zuständig, sollen nun nach und nach die Tiere von der provisorischen Auffangstation in Rammelsbach ins Tierheim verlegt werden. Man wolle dabei behutsam vorgehen, folglich werde sich das bis Sommer hinziehen. (wop)

Info

Das Tierheim ist dienstags, mittwochs und freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Später soll auch samstags offen sein. Telefonisch erreichbar ist es unter 06385 9934962.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.56
Datum: Dienstag, den 06. März 2012
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '8733888'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 07.03.2012

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