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Eigenen Entwurf nicht mehr gewollt


Hintergrund: Derzeit redet der Tierschutzverein nicht mehr mit dem CJD, um noch eine Einigung für den Betrieb des Tierheims zu finden. Aber es besteht Hoffnung. Weil die Einigung vor Jahresfrist schon einmal nah war, dann aber der Tierschutzverein sein eigenes Papier nicht unterschreiben wollte, wie erst jetzt bekanntwurde.
Von Wolfgang Pfeiffer

Jettenbach. Harald Luft, Leiter des Christlichen Jugenddorfs (CJD) Wolfstein, hat im Gespräch mit der RHEINPFALZ erneut bekräftigt, dass „die Hand immer noch ausgestreckt ist“, um mit dem Tierschutzverein eine gemeinsame Lösung beim Betrieb des Tierheims zu erreichen. Eine solche Lösung war vor gut einem Jahr bereits in Sicht, als das CJD einen im Tierschutzverein entstandenen Kooperationsvertrag unterschreiben wollte, der Verein dann aber seinen eigenen Entwurf nicht mehr unterzeichnen wollte.Diesen Vorgang hat auch Wilhelm Zeiser bestätigt, zur damaligen Zeit im Vorstand des Tierschutzvereins und einer der Verhandlungsführer in den Gesprächen mit dem CJD. Er habe auf der Basis der Gespräche ein Papier zur Kooperation der beiden Partner ausgearbeitet und zunächst im Tierschutzverein besprochen. Danach sei es als Vorschlag an das CJD gegangen. Mit Ausnahme eines Details, das ebenfalls zu lösen gewesen wäre, sei das Jugenddorf mit diesem Kooperationspapier einverstanden gewesen und habe es unterschreiben wollen. Doch dann habe sich der Tierschutzverein von seinem eigenen Papier wieder distanziert. Luft ergänzt, das Ganze habe sich kurz nach der Tierheimeröffnung im Oktober 2011 abgespielt.

Zeiser sagt, er habe auch in der Folge noch versucht, innerhalb des Vereins mäßigend einzuwirken und die beiden Partner zusammenzubringen. „Aber das ist sehr schwer, wenn dann Mitglieder in verantwortlicher Position die internen Absprachen nicht einhalten und nach vorne preschen.“ Er selbst habe daher im Sommer die Konsequenzen gezogen und sein Vorstandsamt zur Verfügung gestellt.

Dass der Tierschutzverein vor wenigen Wochen so rigide die Verhandlungen für gescheitert erklärt habe, nachdem diesmal das CJD auf der Basis der Gespräche einen ausdrücklich als Vorentwurf deklarierten Vorschlag vorgelegt habe, ist nach Zeisers Ansicht auf zwei Gründe zurückzuführen. Zum einen auf Ängste, was denn mit Tieren passiere, die tatsächlich nicht ins Tierheimsystem passten und dann durchs Raster fielen. „Diese Ängste teile ich nicht.“ Zum anderen führt er dies auf fehlendes Wissen bei maßgeblichen Vereinsmitgliedern zurück; auf fehlendes Wissen darüber, was unter anderem aus arbeitsrechtlicher Sicht für das CJD überhaupt an Kooperation möglich sei und wo es schlichtweg juristische Grenzen für die Zusammenarbeit gebe. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass das CJD die wirtschaftliche Verantwortung für den Tierheimbetrieb trage, sei eine Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ gar nicht möglich, wie sich das der Tierschutzverein so vorstelle, sagt auch Zeiser.

Dennoch sieht er Chancen, dass die beiden verhinderten Partner im kommenden Jahr doch noch irgendwie zusammenfinden. „Viele im Verein sind erschrocken, als sie in der Zeitung gelesen haben, was sie selbst beschlossen haben. Da ist ihnen die Tragweite bewusstgeworden..“ Er glaubt, dass der Tierschutzverein – zumindest eine Reihe seiner Mitglieder, zu denen Zeiser nach wie vor gehört – trotz der Abbruch-Ankündigung nun doch gerne nochmals mit dem CJD über die Kooperation reden würde. „Sie wissen nur nicht so recht, wie sie die Gespräche jetzt wieder in Gang setzen sollen.“

Dabei könnte CJD-Chef Lufts Ankündigung im Gespräch mit der RHEINPFALZ helfen, dass aus seiner Sicht die Tür keineswegs zugeschlagen ist, obwohl sich „die Verhandlungen mit dem Verein in der Vergangenheit als sehr schwierig dargestellt haben“. Doch die Hand des CJD bleibe ausgestreckt. „Wir haben immer noch großes Interesse an einer Einigung – im Sinne der Tiere.“

Deshalb bedauert er auch, dass die von Zeiser initiierte, greifbar nahe Einigung vor Jahresfrist nicht zustande gekommen ist: „Wir waren schon überrascht, dass der Tierschutzverein plötzlich sein eigenes Papier nicht mehr unterschreiben wollte.“ Und auch, dass das CJD über sein jetziges Nein nur kurz und knapp in einer E-Mail informiert habe. „Es war ja nur ein Vorentwurf. Wenn der Tierschutzverein etwas geändert haben will, dann setzt man sich zusammen und redet darüber.“


eingestellt : 29.12.2012

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