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Gassigeher sind willkommen

Nachgehakt: Das Tierheim des Landkreises hat seit seiner Eröffnung mehr als die Hälfte der aufgenommenen Vierbeiner vermittelt

 Jettenbach. 320 Tage nach seiner Eröffnung hat das vom CJD Wolfstein betriebene Tierheim auf dem Gangelborner Hof bei  Jettenbach elf von 25 aufgenommenen Hunden und 36 von 50 Katzen vermittelt. 24 ausgebüxte Haustiere wurden von ihren Haltern wieder abgeholt. Eine eigene Homepage hat das Tierheim noch nicht erstellt, es ist aber im Netzwerk Facebook präsent. Vor Ort umschauen können sich Interessenten an drei Nachmittagen in der Woche und nach Vereinbarung.Wer sich, bevor er sich aufmacht auf den Gangelborner Hof, im Internet einen Überblick über die im Tierheim zur Vermittlung stehenden Tiere verschaffen will, muss einen Umweg machen. Während der Tierschutzverein im Landkreis Kusel in den gängigen Suchmaschinen gleich mit zwei Internetseiten auftaucht (eine ist aktuell), findet sich eine Auswahl der vermittelten und noch wartenden  Jettenbacher Hunde, Katzen und Kleintiere nur auf der Facebook-Seite des Tierheims. Eine Anmeldung in dem sozialen Netzwerk ist dazu aber nicht erforderlich.Eine eigene Homepage ist nach Aussage des CJD Wolfstein, das den Betrieb des vom Landkreis gebauten Tierheims übernommen hat, in Arbeit. Bis zum Frühjahr werde es aber noch dauern. Auch das Patenschaftssystem, bei dem Tierfreunde sich finanziell am Unterhalt besonders schwer vermittelbarer Tiere beteiligen und dafür eine Urkunde mit Foto des Tieres und Infobriefe erhalten, steckt noch in den Kinderschuhen.

Wenn auch nicht im virtuellen, so doch im realen Landkreis ist das am 5. März 2012 eröffnete Tierheim offenbar angekommen: „Die Mehrzahl der Tiere vermittelten wir innerhalb des Kreises“, sagt Tierheimleiter Paul Endress, dem als Vollzeitkraft Raphaela Sander sowie je ein Azubi zum Tierpfleger und im Bürobereich zur Seite stehen. 25 herrenlose und abgegebene Hunde und 50 Katzen hat das Tierheim seit seiner Eröffnung aufgenommen. Noch jeweils 14 dieser Hunde und Katzen warten – teilweise bereits seit März vergangenen Jahres – aktuell auf ein neues Zuhause. Das Nachfragemuster unterscheidet sich laut Endres nicht von dem, das alle Tierheime im Umkreis melden: Kleinwüchsige Hunde und junge Katzen eroberten die Herzen von Tierfreunden am schnellsten. Auch Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel landeten bereits in  Jettenbach. Einige wurden an spezialisierte Pflegestationen weitergegeben.

Bis zu 60 Katzen kann das Tierheim nach einer Quarantänezeit in mehreren temperierten Gruppenquartieren unterbringen. Maximal 25 Hunde leben in Einzelzwingern mit dauerndem Zugang zu kleinen, betonierten Außenabteilen. Diese ermöglichen den Sichtkontakt zu den anderen Hunden, sind aber nicht überdacht. Weil der reine Hundetrakt nicht beheizt ist, sorgen in der kalten Jahreszeit Rotlichtlampen in jedem Zwinger für Wärme. Der gemischte Trakt für Katzen und Hunde kommt ohne Infrarotheizung aus. Für Kontakte zu Artgenossen und Bewegung gibt es zwei umzäunte Hundeausläufe.

Eine vergleichsweise arbeitsintensive dauerhafte Rudel- oder Kleingruppenhaltung von Hunden hat der Landkreis als Bauherr in der Planung der Anlage nicht vorgesehen. Dies ist ein Grund, weshalb der Tierschutzverein im Landkreis Kusel einige besonders schwer traumatisierte Hunde weiterhin in eigener Regie betreuen wird.

Alle Tierheim-Hunde kommen laut Endress stundenweise allein oder in kleinen Gruppen in den Auslauf. Zudem werden sie ausgeführt. „Acht bis zehn ehrenamtliche Gassigeher leisten uns tolle Hilfe“, freut sich Endress. „Außerdem kommen Ehrenamtliche, die sich mit den Katzen beschäftigen.“ An Werktagen allerdings sei die Hilfe rar: „Gassigeher unter der Woche könnten wir noch gut gebrauchen.“ Wer aushelfen will, trägt das Risiko eines eigenen Schadens, ist jedoch übers Tierheim haftpflichtversichert.

Am Wochenende öffnet das Tierheim nur nach Vereinbarung. Die festen Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs und freitags, jeweils von 13.30 bis 16.30 Uhr. Wer sich für einen Hund interessiert, muss vor einer Vermittlung mehrmals zum Gassigehen erscheinen. Passt die Verbindung von Mensch und Tier, steht eine Platzkontrolle an. Der müssen sich auch Katzenhalter unterziehen. Außerdem fallen Schutzgebühren an: 230 Euro für kastrierte, geimpfte und mit Identifizierungschip versehene Hunde, 130 Euro für Katzen. Für eine Kastration zu junge Katzen kosten 110 Euro, 50 davon erstattet das Tierheim, wenn der verpflichtend geforderte Kastrationsnachweis später vorgelegt wird.

Kindergartengruppen und Schulklassen können das Tierheim auf dem Gangelborner Hof nach Anmeldung besuchen. Es liegt, anders als in manchen Routenplanern angegeben, nicht im Ort, sondern an der Straße Richtung Kollweiler. (kgi)

InfoDas Tierheim ist unter Telefon 06385 9934962 zu erreichen. Im Netz: www.facebook.com/Tierheim Jettenbach. (kgi)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.24
Datum: Dienstag, den 29. Januar 2013
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_7273352'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 08.02.2013

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