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Mit dem Vogelfutter angeflattert?

 jettenbach: Das Beifußblättrige Traubenkraut löst starke Allergien aus – Auch im Landkreis Kusel breitet es sich aus

Die aus Nordamerika eingewanderte Pflanze Ambrosia hat es nun auch nach  Jettenbach geschafft. Während die meisten um das stark allergieauslösende Beifußblättrige Traubenkraut einen Riesenbogen machen, hat Gartenliebhaberin Heidrun Donauer das Gewächs gehegt und gepflegt – bis sie am eigenen Leib erfahren hat, um was es sich da eigentlich handelt.Heidrun Donauer kennt sich mit Pflanzen eigentlich gut aus. Neben ihrem Garten hatte die  Jettenbacherin auch mal einen Blumenladen in Wolfstein. Die Blumenfreundin ist nicht nur firm in dem, was am Wegesrand so wächst, und wofür es gut ist. Nein, sie hat ihre Pflanzen auch richtig gern. So war es auch mit der Ambrosia-Art, die dank ihrer Hege bis vor kurzem am Haus noch prächtig gedieh.„Im Sommer habe ich sie zum ersten Mal entdeckt“, erzählt Heidrun Donauer, die dem fremdartigen Gewächs fortan ihre besondere Aufmerksamkeit spendete. „Sie war wunderschön“, schildert sie, warum sie den Strauch mit den unscheinbaren Blütchen fortan umsorgte und nach allen Regeln der Kunst kultivierte. „Ich habe sie gedüngt und mit ihr gesprochen“, verrät die  Jettenbacherin. So, wie auch die Malve, die sich ebenfalls niedergelassen hatte.

Immer schöner sei die fremde Pflanze geworden und fast größer als sie selbst. In ihren Pflanzenbüchern habe sie die Unbekannte trotz intensiver Suche nicht gefunden. Kein Wunder, denn Ambrosia ist ein Neuzugang und findet sich daher in älteren Standardwerken nicht.

Doch irgendwann zeigte das Beifußblättrige Traubenkraut sein wahres Gesicht. Beim Jäten und Hacken – es hatten sich bereits kleinere Nachfolger entwickelt – entwickelte Donauer eine böse allergische Reaktion. „Mir ging plötzlich der Hals zu“, berichtet die Gartenfreundin, die sonst nie mit Allergien zu tun hatte. „Nur trockenes Brot hat mir geholfen“, erinnert sie sich.

Die Pollen der Ambrosie gelten als stärkste Allergie-Auslöser. Die Pflanze kann nach Angaben des Umweltministeriums Heuschnupfen und Asthma auslösen. Rund 150 Fundorte, vor allem zwischen Ludwigshafen und Speyer, sind laut Pollichia in der Pfalz inzwischen festgestellt worden. Hat sich der Korbblütler einmal niedergelassen, ist er schwer wieder zu entfernen, warnen Experten.

Etwa zur gleichen Zeit ist Heidrun Donauer durch einen Zeitungsbericht auf die Gefährlichkeit der Ambrosia aufmerksam geworden. Die tief eingeschnittenen Ambrosia-Blätter sind auf der Oberseite leicht behaart und beidseitig grün. Der Stängel ist erst grün und später rötlich gefärbt und behaart. Typisch sind die traubenförmigen Blütenstände.

Die Pflanzenliebhaberin ist inzwischen überzeugt, dass die Ambrosia mit dem Vogelfutter ins Haus kam. Die Familie hält einen Papagei. Die Recherche ihres Sohnes im Internet brachte den Donauers endgültige Klarheit. Mit der Liebe zu der Einwanderin war es damit aus. „Wir haben die Pflanze schnell entsorgt“, berichtet Heidrun Donauer. (suca)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Westricher Rundschau
Ausgabe: Nr.245
Datum: Dienstag, den 22. Oktober 2013
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_15524521'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper


eingestellt : 23.10.2013

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