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Tierheim: Vermittlung klappt gut

JETTENBACH: Kooperation von CJD und Tierschutzverein entwickelt sich positiv – Unterstützung durch Glücksspirale ausgelaufen

Von Susanne Cahn
 
Das Tierheim in Jettenbach hat 2014 mehr Hunde und Kleintiere vermittelt als in den Vorjahren. Entsprechende Zahlen veröffentlichte jetzt der Betreiber, das Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) in Wolfstein. Im vergangenen Jahr sei zudem in die Einrichtung der Zwinger investiert worden. Auch die zunächst zögerliche Kooperation mit dem Tierschutzverein laufe unter deren neuen Vorstand inzwischen „sehr positiv“, teilte das CJD auf Anfrage der RHEINPFALZ mit.


Ein Höhepunkt sei der gemeinsam organisierte Tag der offenen Tür im Sommer gewesen, berichtete das CJD. Zudem unterstütze der Verein das Tierheim mit Futter- und Materialspenden. „Auch die persönlichen Kontakte sind inzwischen auf einem guten Weg“, berichtet CJD-Leiter Wolfgang Luft. Für April plane der Tierschutzverein eine Aktion für Kinder des CJD-Hauses in Ruthweiler.Aktuell sind auf dem Gangelborner Hof 14 Hunde und 23 Katzen untergebracht. Maximal könnten 25 Hunde und 30 Katzen aufgenommen werden. Auch Dank einer Facebook-Seite klappe die Vermittlung gut, schildert Tierarztassistentin Tina Paul beim Besuch der RHEINPFALZ. Eine Internetseite hat das Tierheim noch nicht. Im Zuge der geplanten Überarbeitung der Web-Präsenz des CJD werde es eine Verknüpfung mit dem Tierheim geben, kündigt Luft an.
Einige der Insassen warten bereits seit Betriebsbeginn im März 2012 auf Vermittlung. Einer der Kandidaten ist der Cocker Max. Auch einige Katzen sind von Anfang an dabei. Die meisten Hunde sind seit 2013 und 2014 im Tierheim. Darunter auch Lucky und Alfa, zwei schöne, große etwa zwei Jahre alte Mastino Espagnol, die aus einem Haus in Blaubach stammen.

Während 2012 und 2013 jeweils zehn Hunde vermittelt worden waren, konnte das Tierheim 2014 sogar 13 Hunde neuen Besitzern übergeben. An Heimtieren wurden 2013 sieben und 2014 sogar 22 vermittelt. Derzeit sind die „Hasenhotels“ unbewohnt. Nur die Vermittlung von Katzen war zuletzt rückläufig. Waren es 2012 noch 29 Samtpfoten gewesen, lag die Zahl der vermittelten Katzen 2013 bei 27. Im vergangenen Jahr waren es 23. Im laufenden Jahr wurden allerdings schon 17 Katzen an neue Besitzer übergeben. An ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben werden konnten seit 2012 acht Katzen, 51 Hunde und ein Vogel.

Aktuell sind drei Mitarbeiter im Tierheim mit vollen Stellen beschäftigt, dazu kommt eine halbe Mitarbeiterstelle. Eine Hauptaufgabe des CJD ist die Arbeit mit sozial benachteiligten und behinderten Menschen. Maximal kann das CJD sechs Teilnehmerplätze aus dem Beschützten Arbeiten und Wohnen (Menschen mit Behinderungen) sowie für Jugendliche aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe anbieten. Jeweils einer dieser Plätze sei aktuell belegt. Ein Ausbildungsplatz zur Tierwirtin wurde eingerichtet.

Insgesamt konnten sich 2014 26 Praktikanten in der Arbeit mit Tieren ausprobieren sowie acht junge Menschen ihre Sozialstunden nach gerichtlicher Auflage ableisten. Aktuell seien zwei Praktikanten eingesetzt. Praktikanten aus dem CJD – meist Jugendliche, die stationär im CJD untergebracht sind – seien im Rahmen ihrer Berufsorientierung häufig im Tierheim anzutreffen, schildert Luft. Es könnten sich aber auch externe Praktikanten im Tierheim bewerben.

Besonders freuen sich die Betreiber über rund zehn ehrenamtliche Helfer, die regelmäßig mit den Hunden laufen. Zudem kämen weitere Personen, die ab und zu Gassi gehen. Tina Paul berichtet auch von „Katzenschmuserinnen“, die mache Samtpfote durch ihre Zuwendung erst handzahm gemacht haben. Zusätzliche Helfer seien im Tierheim immer willkommen.

Fortschritte habe das Tierheim im vergangenen Jahr auch baulich verzeichnet. Finanziert von der Kreisverwaltung, wurden Überdachungen für sechs Hunde-Außenzwinger und ein Katzenaußengehege fertiggestellt. An kalten Tagen sei das Rotlicht in den Zwingern durchgehend an, schildert Tina Paul. Dennoch mussten die Helfer vor allem an der zum offenen Feld gerichteten Wetterseite mehrmals am Tag den Boden wischen, damit sich kein Eis bildet, wenn die Hunde vom Schnee zurück in den Zwinger laufen. Auch die Wassernäpfe seien dann eingefroren, berichtet Paul. Laut CJD sind bauliche Erweiterungen derzeit nicht geplant.

Ausgelaufen ist inzwischen die Unterstützung durch die Glücksspirale. Wie berichtet, erhielt das Tierheim in den vergangenen drei Jahren insgesamt 80.000 Euro für Ausbildungspersonal und ein Fahrzeug. Dennoch sind nach Angaben von Luft die laufenden Kosten für den Betrieb des Tierheims gedeckt. Dazu tragen auch Unterstützer und Futterspender bei. Der größte Einzelspender sei die Kreissparkasse Kusel mit jährlich 8000 Euro für Futtermittel.
Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 57
Datum Montag, den 9. März 2015
Seite 21


eingestellt : 26.04.2015

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