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Zur Kirchengeschichte

n ältester Zeit gehörte Jettenbach zum Pfarrsprengel der Pfarrkirche in Deinsberg (Theißbergsteegen), welcher sich um die erste Jahrtausendwende gebildet hatte. Etwa im 13. Jh. löste sich der Reichenbacher Pfarrbezirk von Deinsberg. Nun wurde Jettenbach vom Reichenbacher Pfarrer betreut. Die Errichtung einer eigenen Kapelle im Ort dürfte in die erste Hälfte des 14. Jh. fallen. Diese Vermutung läßt sich mit dem Alter einer 1851 umgegossenen Glocke in Verbindung bringen, welche laut vorgefundener Inschrift 1330 gegossen war.
Um 1470 wurde die Kapelle in Jettenbach während eines Krieges zerstört. Wenige Jahre danach begann man mit dem Wiederaufbau. Diese Kapelle könnte auch den 30-jährigen Krieg überstanden haben. Ein vollkommener Kirchenneubau im 17. oder 18. Jh. ist nicht nachzuweisen. Demnach müßte die 1895 abgebrochene Kirche aus spätmittelalterlicher Zeit gestammt haben. Um sich heute ein vergleichbares Bild dieser Kirche machen zu können, müßte man die Kirche des Filialortes Kollweiler aufsuchen. Diese soll der alten Jettenbacher Kirche in ihrer Form gleich sein.

Seit den Reformationsjahren wurde im Reichenbacher Kirchspiel am lutherischen Glauben festgehalten. Dies kommt daher, da die veldenzer Grafenfamilie dem Luthertum angehörte. In den meisten Nachbardörfern lebten überwiegend reformierte Protestanten, da Pfalz-Zweibrücken wie auch Kurpfalz die reformierte Glaubensauffassung als Landesreligion festgelegt hatten. Am lutherischen Glauben konnte man auch nach der Zugehörigkeit zu Kurpfalz (seit 1697) festhalten, obwohl Kurpfalz damals schon einen katholischen Herrscher hatte.

Zu Beginn des 18. Jh. mißfiel es den meisten Jettenbachern nach Reichenbach zum Gottesdienst zu gehen und man begehrte einen eigenen Pfarrer. Diese Forderung wurde dann im Dezember 1741 erfüllt. Damals separierte man Jettenbach und Kollweiler von der bisherigen Pfarrei Reichenbach und bildete die Pfarrei Jettenbach mit einem eigenen Pfarrer.
Trotz anfänglicher Proteste des Pfarrers aus Reichenbach, wurde der neu errichtete Pfarrsprengel nicht mehr aufgelöst.
Neben der zu über 80 % lutherischen Bevölkerung gab es noch einige reformierte und auch katholische Familien im Dorf.

Die Reformierten gehörten seit 1746 zur damals neu gebildeten reformierten Pfarrei Neunkirchen am Potzberg, welche dort im Jahre 1750 ihre Kirche erbauten.
Die Katholiken besuchten von alters her den Gottesdienst in der Simultankirche in Reichenbach, wo sich auch der Pfarrsitz der sehr weitläufigen katholischen Pfarrei Reichenbach befand.

Im Spätsommer 1818 vollzog sich in der Pfalz der Zusammenschluß der beiden protestantischen Glaubensrichtungen. In etlichen bisher fast rein lutherischen Gemeinden waren die Menschen gegen diesen Zusammenschluß. Auch in Jettenbach bestand damals bei den Lutheranern eine starke Ablehnung zur Union. Die wenigen Reformierten standen jedoch geschlossen hinter der Vereinigung.

Als größtes und wichtigstes Ereignis im 19. Jh. ist wohl der Kirchenneubau von 1895/96 zu erwähnen. Die bisherige, aus dem Mittelalter stammende Kirche war schon seit langem zu klein für das immer größer werdende Dorf. Weiterhin war der bauliche Zustand dieser Kirche sehr schlecht und so kam es zu einem Neubau.
Nach Plänen des Speyerer Architekten Franz Schöberl wurde die neue, im neugotischen Stil errichtete Kirche, erbaut. Die für heutige Verhältnisse viel zu große Dorfkirche rührt aus dem Verlangen der Kirchenverwaltung, daß für mindestens die Hälfte der protestantischen Bevölkerung Sitzplätze vorhanden sein sollten. Damals zählte man 1024 Protestanten im Dorf.
Dieser Kirchenbau mit seinem 47 m. hohen Turm, ist noch heute prägend für das Jettenbacher Ortsbild. Ausgestattet mit einer pneumatischen Kegelladenorgel der Firma Walker aus Ludwigsburg, welche 1149 Pfeifen besitzt, bietet der Innenraum eine hervorragende Akustik für Konzerte aller Art. Weitere erwähnenswerte Besonderheiten der Kirche sind die vier Seitenfenster, wovon zwei Fenster die Reformatoren Luther, Zwingli, Melanchton und Calvin darstellen. Gleichfalls als Glasmalerei ausgeführt ist ein kreisrundes Fenster im Chorraum, das die Abendmalszene darstellt. Dieses Fenster ist eine Stiftung eines nach USA ausgewanderten Jettenbachers. Landläufig wird die Jettenbacher Kirche auch als Musikantendom bezeichnet, da Jettenbach die meisten Wandermusikanten in der Westpfalz aufzuweisen hat und die überaus große Bauweise, durchaus mit einem „Dom“ konkurrieren könnte.

Heute befinden sich im Kirchturm drei Glocken, wovon zwei Glocken 1951 als Spende von in USA, hauptsächlich in New York und Detroid, lebenden Jettenbachern finanziert wurden.
Eine Besonderheit befindet sich im Chorraum der Kirche. Hier wurde 1922 ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges angebracht. In den beiden Säulen wurden die Namen der Gefallenen eingemeißelt und im mittleren Bogen das Kriegsabzeichen des „Eiseren Kreuzes“, in einfacher Blech – und Schmiedeeisenarbeit, aufgehängt.
Das gesamte Kirchengebäude mit seinem Turm ist aus gequaderten Hausteinen errichtet und mit Naturschiefer gedeckt.
Heute umfaßt die protestantische Pfarrei Jettenbach neben dem Pfarrort selbst, die Dörfer Bosenbach, Kollweiler und Niederstaufenbach.

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