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Vom Leben im Dorf

Brauchtum in alter und neuerer Zeit


Den Jettenbacher wird allgemein eine fröhliche Lebensart nachgesagt. In unserem Ort wußte man schon immer recht ausgelassene Feste zu feiern. Familienfeste und hier insbesondere die Hochzeiten dauerten meistens drei Tage.
Überliefert sind uns auch Faschingsveranstaltungen, welche vor der Wende des 19./20. Jh. bereits veranstaltet wurden. Damals organisierten die Vereine bereits Maskenbälle und einen Fastnachtsmarkt am Rosenmontag. Mitunter gab es auch Masken- und Motivumzüge im Dorf.
Diese Tradition setzte sich mit Unterbrechungen bis heute fort. Bekannt sind noch die großen Prunksitzungen der Vereine seit den 50ger Jahren , welche jedoch leider nach 1990 nicht mehr regelmäßig zustande kamen und mittlerweile nicht mehr stattfinden.
Die offene Lebensart findet einerseits ihren Ursprung wohl im lutherischen Glauben, welche den Ort prägte. Andererseits übertrug auch das Musikantentum so manchen Einfluß auf die Menschen des Dorfes. Durch ihre Reisen erfuhren die Jettenbacher von der „weiten Welt“.
All dies spiegelt sich noch heute in einem umfangreichen Jahresprogramm der Vereine und der Gemeinde wieder.
Höhepunkt im Brauchtumsjahr ist zweifelsohne die Kerwe. Diese findet alljährlich am dritten Wochenende im August statt und beginnt Freitags mit dem Kerweauftakt. Am Samstag herrscht dann reges Kerwetreiben auf dem Kerweplatz und in den Wirtschaften. Waren bis vor wenigen Jahren noch die Tanzveranstaltungen der Kerwe ein Besuchermagnet, so trifft man sich heute lieber an den „Stänncher“ auf dem Kerweplatz. Traditionell beginnt der Kerwesonntag mit dem Anstecken des Kerwestraußes am Gasthaus und der anschließenden Straußrede. Dies war in früherer Zeit der eigentliche Beginn der Kerwe. Der Tanz der drei Ersten der Straußjugend wird traditionsgemäß noch immer abgehalten. Montags trifft man sich schon vormittags zum Frühschoppen, welcher bei vielen Kerwebesuchern bis zum Dämmerschoppen anhält. Auch am Kerwedienstag wird nochmals am späten Nachmittag der die Kerwe besucht. Die Straußjugend zieht dann mit dem alten Strauß durchs Dorf um ihre geschrumpfte Kerwekasse aufzubessern. Mit Einbruch der Dunkelheit begibt sich die Jugend auf die Anhöhen des Potschberges um hier den alten Strauß zu verbrennen und das Ende der Kerwe anzukündigen. Meist endet das Kerwetreiben erst in den frühen Nachtstunden, denn man muß ja wieder ein ganzes Jahr warten.

Ein weiterer Brauch, welcher nicht aus dem Jahresablauf wegzudenken ist, ist der Wanderstag (27.12). Früher war es üblich, daß an diesem Tag die Dienstboten ihre Stellung wechselten und die Dorfjugend deren Habe zur neuen Dienststelle transportierte (wanderte).
Irgendwann hat man dann auf diesen Tag einen Faschingsbrauch verlegt.
So wird in Jettenbach alljährlich am 27. Dezember eine in Stroh verhüllte Person durchs Dorf geführt. Dieser aus der Faschingszeit stammende Strohbootz ist wohl mit dem Lätarebrauch und der Winterverbrennung in Verbindung zu bringen.

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